OCZ-Firmware Update via USB bei SSD im MacMini

SSD haben in punkto Geschwindigkeit zwar klar die Nase vorn, aber in punkto Stabilität sieht es meist weniger rosig aus. Die Laufwerke kommen regelmäßig mit allerlei Fehlern auf den Markt und die Hersteller schieben dann nach und nach fehlerbereinigte Updates nach. Für den Anwender ist aus zwei Gründen sehr ärgerlich. Ersten ist das Flashen von SSDs nicht ganz unkritisch. Wenn hierbei etwas schief geht, ist die SSD kaputt. Zweitens ist das Flashen von SSDs selbst bei großen Herstellern wie OCZ noch nicht anwenderfreundlich umgesetzt. Da verbringt man selbst als versierter Anwender schnell mehrere Stunden in den einschlägigen Support-Foren. Dass hier dann Tools - teils per Rapidsharelink - von den Mitarbeitern verbreitet werden, die auf der offiziellen Homepage nicht einmal erwähnt werden, ist auch nicht gerade vertrauenerweckend. 

Das folgende Tutorial erklärt wie man bei Macs die SSD per USB-Stick flashen kann für die aktuelle OCZ Generation Solid 3, Agility 3 und Vertex 3 anhand eines MacMini. Das funktioniert natürlich auch bei MacBooks oder anderen Macs. Für andere Baureihen von OCZ (z.B. Agility2, Vertex2) gibt es andere Upgrade-Tools und Vorgehensweisen, da funktioniert die Anleitung unten nicht!

Die offiziellen Flashtools von OCZ: Für 90% aller Fälle leider ungeeignet

Es gibt auf der Webseite von OCZ unter der Rubrik OCZ SSD Firmware Updates and Tools zwei verschiedene Programme für das Flashen der aktuellen SSD-Generation Solid 3, Agility 3 und Vertex 3. 

1. OCZ Toolbox

Das ist ein Firmware-Updater, der auf dem Windows-Betriebssystem läuft. Das Tool hat eine grafische Oberfläche ist also auch von normalen Menschen zu bedienen. Besonders mitteilsam ist es jedoch nicht. Es erkennt nicht einmal wenn die SSD noch im IDE Modus läuft, stattdessen gibt es kryptische Fehlermeldungen wie “Internal Error” die keinem weiterhelfen.  

2. Linux basierter Firmware-Updater

Die ist ein reines Kommandozeilentool, das unter dem Linux-Betriebssystem läuft. Die Handhabung ist also etwas komplizierter als bei der OCZ Toolbox unter Windows, aber dafür gibt das Programm auch mehr Rückmeldungen aus als die Windows Version. Beide Tools setzen ein laufendes Betriebssystem voraus. Es gibt aber eine weitere wichtige Einschränkung:

Die Boot-Festplatte kann man bei der aktuellen SSD-Generation (Solid 3, Agilty 3, Vertex3) derzeit mit keinem dieser Tools flashen!

In den allermeisten Systemen wird die schnelle SSD natürlich als Bootmedium genutzt, und dann schaut man eben in die Röhre, denn es ist kein Update möglich. Man braucht also ein bootfähiges Medium um den Rechner zu starten und das Firmware-Update durchzuführen. Und genau das findet man derzeit eben nicht in der Download-Rubrik von OCZ, sondern nur in den Supportforen. 

Alternative Bootmedien beim MacMini: Keine Alternative zu USB 

Wichtig: Ein zweiter Computer ist der mit Abstand einfachste Weg seine SSD zu flashen. Wenn dieser zur Verfügung steht und die SSD ausgebaut und im zweiten Computer intern an die SATA-Schnittstelle angehängt werden kann, läßt sich das Update unkompliziert unter Windows oder Linux durchführen. Dieses Verfahren ist wesentlich einfacher, als alles was unten beschrieben wird. Wer die Möglichkeit hat die SSD auszubauen und an einen zweiten Windows- oder Linux-Rechner zu hängen sollte das tun. Damit kann man viel Zeit und Nerven sparen :) 

Wenn dies nicht gegeben ist – was nicht nur beim MacMini sondern auch bei Laptops die Regel darstellen dürfte – braucht man erst einmal ein alternatives Bootmedium das auf dem eigenen PC/Mac auch tatsächlich läuft. Das Ausbauen der SSD ist weder bei Laptops noch im Mac Mini eine wirkliche Alternative, weil viel zu aufwendig. Zumal es beim momentanen Stand der Entwicklung ja auch ziemlich wahrscheinlich ist, dass man mehrfach die SSD flashen muss. 

Widmen wir uns also jetzt den alternativen Bootmedien. Grundsätzlich eignet sich zum Starten eines Computers jedes bootfähige Speichermedium, um das Ganze zu vereinfachen beschränke ich mich hier auf die gängigen Varianten per SATA oder USB. Als da wären:

1. eine zweite Festplatte, intern (SATA) oder extern (USB)
2. optisches Laufwerk, intern (SATA) oder extern (USB)
3. USB-Stick (oder andere per USB angeschlossene Massenspeicher)

Im folgenden prüfen wir einmal kurz durch, inwieweit einem diese alternativen Bootmedien in unserem konkreten Fall, beim Mac Mini 2011 weiterhelfen können. 

Eine zweite interne Festplatte ist bei Mac Minis nur in den seltenen Servermodellen verbaut. Beim Server installiert man dann auf der zweiten Festplatte einfach ein Windows oder Linux und kann von dort bequem flashen. Das ist mit Sicherheit der komfortabelste Weg zum Firmware Update, wenn auch recht aufwendig wen man sein System nicht ohnehin als Dual-Boot auf zwei verschiedenen Festplatten (unterschiedlche Partitionen reichen leider nicht) betreibt. Leider ist dieser Weg bei fast allen Notebooks und bei der Mehrzahl der Mac Minis nicht gangbar, weil man hier eben keine zweite interne Festplatte hat. 

Externe Festplatten lassen sich zwar per USB an den Mini anschließen, als Bootmedium für den Mac eignen sie sich per Default aber nicht. Zumindest dann nicht, wenn man entweder Linux oder Windows booten will. Apple hat nämlich diverse Vorkehrungen getroffen, um das Booten eines anderen Betriebssystems als Mac OS X von einem externen Medium zu unterbinden. Zwar kann man ohne weiteres ein zweites Mac OS X auf einer externen Festplatte installieren und dann booten, aber damit ist einem ja nicht geholfen. Denn von OCZ gibt es ja derzeit keinen Firmware-Updater, der unter Mac OS X läuft. Externe Festplatten sind also per Default als Bootmedium auf dem Mac ungeeignet. Mehr dazu wie man diese Einschränkung umgehen kann, gibt es weiter unten bei den USB-Sticks. 

Interne optische Laufwerke, also  CD/DVD-Laufwerke die an SATA angeschlossen sind, gibt es bei keinem der neuen 2011er Mac Minis. Das fällt also flach, als Alternative bieten sich externe optische Laufwerke an die man entweder über USB oder per Firewire anschließt. In beiden Fällen ist das Booten von Windows beziehungsweise Linux Betriebssystem auf dem Mac (!) nicht möglich. Hierzu gilt also das Gleiche wie bei den externen USB-Festplatten. Aus Sicht des Users ist das natürlich doppelt schade, denn das Booten über CD/DVD mit einem Laufwerk das an den internen SATA-Bus angeschlossen ist, ist grundsätzlich eine der einfachsten Varianten ein Computersystem, sei es nun ein PC oder ein Mac, zu booten. 

Für den stolzen Besitzer eines MacMini 2011 bietet sich mangels anderer Alternativen also das Booten per USB-Stick an. Das Booten per Flash Speicherkarte oder auch per externer USB-Festplatte funktioniert grundsätzlich wie beim USB-Stick, denn alle Geräte hängen am gleichen Bus. Der Übersicht halber beschränke ich mich im Folgetext darauf, zu beschreiben wie man beim USB-Stick vorgeht.

Anleitung zum Erstellen des/der USB-Sticks

Schritt 1: EFI-USB-Stick erstellen (nur für Mac)

Apple, das sollte sich inzwischen ja herumgesprochen haben, legt keinen allzugroßen Wert darauf sich an allgemeine Standards zu halten. Besonders beim Booten per USB-Stick ist das sehr lästig, weil man hier tief in die Trickkiste greifen muss. Beim PC ist das Ganze kein Problem: Einfach einen USB-Stick bootfähig formatieren. Wenn der USB-Stick selbst bootfähig ist und das BIOS des Mainboards den USB-Boot ebenfalls unterstützt, kann man dann beliebige Betriebssysteme, beispielsweise Windows oder Linux per USB booten. Unterm Mas ist das Ganze nicht so einfach, denn Apple hat einigen Aufwand getrieben, anderen Betriebssystem den Zugang zu erschweren. Das Booten per USB-Bootstick ist auf einem Mac daher nur dann möglich, wenn dieser im Mac eigenen Dateisystem HFS formatiert ist. Das ist bei den Windows- oder Linux Distributionen die man zum Starten des OCZ-Updaters braucht natürlich nicht gegeben, daher verweigert der Mac hier per Default die Zusammenarbeit. Die Abhilfe ist recht einfach: Man muss in den Boot-Vorgang des Mac eingreifen. Das macht man am einfachsten per USB-Stick. Dieser dient nur dazu dem Mac das eigentliche Bootmedium - welches dann auf einem weiteren USB-Stick untergebracht ist - anzuzeigen. Um Verwechslungen mit dem eigentlichen Bootmedium zu verwechseln nenne ich diesen ersten Stick EFI-STICK. 

Das Vorgehen um diesen Stick zu erstellen ist wie folgt vozugehen:

- den ISO 2 USB EFI Booter for Mac hier herunterladen
- formatiere den Stick EFI-USB als “MS-DOS FAT" mit der Option "MBR" im OS X Festplatten-Dienstprogramm
- nenne diesen Stick EFI-STICK
- erstelle die Ordnerstruktur /efi/boot auf dem formatierten Stick
- kopiere die Datei bootX64.efi aus dem ISO 2 USB EFI Booter for Mac in das Verzeichnis /efi/boot
- kopiere die ISO-Datei des späteren Bootmediums in - mehr dazu im nächsten Abschnitt - ebenfalls in /efi/boot/ und ändere den Namen in boot.iso

Dieser EFI-BOOT Stick ermöglicht zwar grundsätzlich den Bootvorgang von einem zweiten USB-Stick (!), er enthält selbst aber noch kein Bootsystem! Die boot.iso verweist lediglich auf das eigentliche Bootmedium auf einem zweiten USB-Stick. 

Schritt 2: Die richtige Linux Distribution finden

Die OCZ-Firmware Updater kann man grundsätzlich sowohl unter Linux als auch unter Windows betreiben. Vermutlich aus lizenzrechtlichen Gründen gibt es aber von OCZ kein Windows-basierendes Bootmedium. Stattdessen wird Linux eingesetzt, denn hier fallen keine Lizenzkosten an. So schön die freie Software auch ist, das Ganze hat einen entscheidenden Nachteil: Die Hardware-Unterstützung von Linux ist nicht so berauschend. Somit werden von OCZ in den Supportforen nicht eine, sondern gleich mehrere Distributionen empfohlen. Für den Anwender ist das ziemlich lästig, denn er kann nun der Reihe nach die empfohlenen Distributionen durchprobieren und hoffen, dass zumindest eine aus der Liste tatsächlich auf seiner Hardware lauffähig ist. Statt eine funktionierenden Bootmediums für die jeweilige Plattform - wie es sie beispielsweise bei Intel für die hauseigenen SSDs gibt - präsentiert OCZ im Forum dem technisch versierten Kunden gleich eine Reihe von Updatepfaden, die mal funktionieren und mal nicht. Das kann reichlich Zeit und Nerven kosten, bis man endlich eine Lösung gefunden hat, die tatsächlich funktioniert. 

Derzeit sind in diesem Beitrag im englischen OCZ-Forum diese Distributionen als ISO-Dateien beschrieben: 

1. All-in-one Lösung (AIO) (Download hier) für OCZ SandForce SSDs (Firmware Update, Secure Erase)
2. Ubuntu 32-Bit oder 64-Bit (Download der aktuellen Version hier), auf aktuellen Macs läuft nur die 64-Bit-Variante!)
3. Knoppix
4. Parted Magic 

Knoppix und Parted Magic habe ich nicht ausprobiert und gehe im Folgetext daher auch nicht weiter darauf ein. Im deutschen Supportforum wird ohnehin generell zu AIO geraten, wenn es denn eine Live-CD sein soll. Wenn der Boot hierüber nicht klappt, hat man immer noch Ubuntu als Fallback. Auch zu Ubunto dazu gibt es allerdings nur im englischen Support-Forum Informationen. Die Plattformen Knoppix und Parted Magic scheinen von OCZ auch nicht mehr weiter entwickelt zu werden.

Am benutzerfreundlichsten ist AIO, aber AIO läuft eben nicht auf allen Rechnern, bekannt sind beispielsweise Probleme bei einigen Mac Baureihen. Bei Ubuntu ist das Firmware Update etwas komplizierter, aber man muss eben die Distribution nehmen, die auf der eigenen Hardware auch läuft. Es empfiehlt sich also zuerst das AIO auszuprobieren, wenn man Glück hat läuft es. Im AIO ist der Firmware-Updater von OCZ im übrigen schon integriert, das macht vieles einfacher. Falls es beim AIO zu Problemen kommt, auf Ubuntu umsteigen. Auf aktuelleren Macs läuft nur die 64-Bit Variante von Ubuntu. 

Bei Ubuntu muß der OCZ-Firmware Updater noch nachgerüstet werden. In diesem Fall das aktuelle Linux Firmware Update Programm hier herunterladen, entpacken und die fwupd in das Root-Verzeichnis des EFI-STICK gelegt werden. Bitte darauf achten, dass man die richtige fwupd nimmt, es gibt verschiedene Versionen für 32-Bit und 64-Bit Linux!  

Der Download liegt als tar.gz Datei vor. Wer damit nichts anzufangen weiß sollte sich das kostenlose Packprogramm 7z besorgen, dann kann man die Datei auch ohne Linux-Kenntnisse unter Windows entpacken. Unter 7z reicht es die Datei zweimal hintereinander zu entpacken. Beim ersten Entpacken wird auch der *.tar.gz Datei eine *.tar Datei, beim zweiten Entpacken sieht man dann die Ordnerstruktur. Hieraus den Updater auf den EFI-Bootstick kopieren. Darauf achten, dass man die richtige Version (32-Bit oder 64-Bit) für die eingesetzte Distribution verwendet. Grundkenntnisse im Umgang mit der Kommandozeile sind später beim Updaten mit Ubuntu sehr hilfreich, denn benutzerfreundlich ist das Ganze nicht. 

Schritt 3: USB-Bootstick erstellen 

Für diesen Schritt brauchen wir einen zweiten USB-Stick, den eigentlichen USB-Bootstick. Den oben beschriebenen EFI-Stick kann man hierfür nicht verwenden, man braucht schon einen zweiten Stick. 

Wenn man die ISO-Datei heruntergeladen hat, nicht einfach auf den USB-Stick kopieren, denn wir brauchen ein bootfähiges Medium. Wenn auf dem Zielmedium also eine Datei mit der Dateiendung *.iso auftaucht, hat man was falschgemacht. Mit dem kostenlosen Pendrivelinux Universal USB-Installer kann man - leider nur unter Windows - aus ISO-Dateien auf der Festplatte unkompliziert einen bootfähigen Stick erstellen. 

Wenn dieser Schritt abgeschlossen ist, hat man schon einmal die Bootmedien soweit zusammen. 

Die boot.iso auf dem EFI-StTICK muß identisch mit der Datei sein, von der auch USB-Bootstick erstellt wurde, sonst kann es beim Starten Probleme geben. Speziell wenn man mehrere Distributionen ausprobiert, sollte man also daran denken nicht nur das Boot-Medium sondern immer auch die boot.iso auf dem EFI-Stick zu aktualisieren! 

Schritt 4: AHCI Modus bei PC und Mac

Das aktuelle OCZ Firmware Update Tool funktioniert nur, wenn die Festplatten im AHCI-Modus laufen! Bevor man sich ans Update wagt, muß man das verifizieren, beziehungsweise diesen Zustand herstellen. Beim PC ist das recht einfach. Man geht ins Bios und prüft, ob SATA schon im AHCI-Modus läuft. Falls nicht, muß man das eben entsprechend einstellen und die geänderten BIOS Einstellungen abspeichern. 

Wenn auf der SSD schon ein Betriebssystem, beispielsweise ein Windows, im IDE-Modus installiert wurde, muss die Einstellung nach (!) dem erfolgreichen Firmware Update wieder zurückgesetzt werden, sonst bootet Windows später nicht mehr!

Beim Mac klappt die Strategie mit dem BIOS leider nicht, denn hier gibt es kein BIOS. Zudem laufen die SATA-Ports der aktuellen Macs alle per Default im IDE-Modus. Um den Modus von IDE zu AHCI umzuschalten, hat OCZ das Script IDE2AHCI131.zip bereitgestellt. Dieses ZIP-File für Ubuntu nach dem Herunterladen entpacken und die beiden Dateien (IDE2AHCI131.desktop und IDE2AHCI.sh) auf den EFI-Bootstick kopieren. Beim All-in-One System braucht man es dieses Skript nicht.

Schritt 5: Das Booten 

Im nächsten Schritt muß von dem oben erstellten Bootmedien gebootet werden. Auf dem PC ist das recht unkompliziert, denn man kann vorher im BIOS beziehungsweise im Boot-Manager des BIOS einstellen, von welchem Medium man booten möchte. 

Auf dem Mac muß nicht nur das Bootmedium, sondern auch der EFI-USB Stick eingesteckt sein, ansonsten klappt das Booten nicht. Dann nach dem Einschalten die ALT-Taste solange gedrückt halten, bis eine Übersicht der Bootmedien angezeigt wird. Die Linux-Distributionen von AIO und Ubuntu werden etwas mißverständlich als “Windows” ausgewiesen. Diese mit der Maus auswählen, dann startet die Linux-Distribution.  

Schritt 6: Internet-Zugang herstellen

Der Firmware-Updater von OCZ enthält keine Firmware! Stattdessen setzt sich das Programm mit den OCZ-Servern in Verbindung und lädt das passende Update für die jeweilige SSD bei Bedarf herunter. Soll heißen: Ohne Internetzugang klappt das Firmware Update nicht. Die einfachste Variante ist es, den Rechner einfach per Ethernet-Kabel mit einem Internet-Router zu verbinden. In der Regel erkennen die Linux-Distributionen dann automatisch den Netzwerkzugang. Der Zugang über WiFi ist zwar auch möglich, aber komplizierter, da sollte man schon wissen was man tut. In jedem Fall gilt: Das Update klappt nur wenn eine Verbindung zum Internet vorhanden ist! Das ist vom Hersteller bewußt so angelegt worden, da man mit einer falschen Firmware das Laufwerk dauerhaft beschädigt. 

Schritt 7: Firmware Update durchführen 

Der genaue Ablauf des Firmware Update läuft je nach verwendeter Distribution etwas unterschiedlich ab. 

Für das AIO-Tool gibt es hier eine detaillierte deutschsprachige Beschreibung mit Screenshots. 

Bei Ubuntu muß man das IDE2AHCI-Skript manuell ausführen: 

- Starte den Dateimanage, navigiere zum EFI-USB-Stick und ziehe die IDE2AHCI.sh Datei auf den Linux Desktop
- öffne das Terminal
- tippe sudo -s um Dich als Root-Benutzer einzuloggen
- wechsle im Terminal mit cd Desktop und überprüfe mit dem Befehl ls, ob das IDE2AHCI.sh Skript hier tatsächlich liegt
- Mache die IDE2AHCI.sh mit dem Kommando +x IDE2AHCI.sh ausführbar
- Starte IDE2AHCI.sh durch den Befehl ./IDE2AHCI.sh und folge den Anweisungen

Unbedingt auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung achen, sonst führt das Terminal die Befehle nicht aus! 

Schritt 8: Gelungenes Update feiern bzw. Troubleshooting

Jetzt sollte das Update durchgelaufen sein und die SSD eine neue Firmware haben. Im Mac überprüft man das in den Systemeigenschaften in Über diesen Mac, da wird bei der SSD auch die jeweilige Firmwareversion angezeigt. Unter Windows zeigt beispielsweise das kostenlose Tool CrystalDiskInfo die Firmwareversion an. 

Sollte es hierbei zu Problemen gekommen sein, wovon bei OCZ ja nicht ganz selten berichtet wird, ist Troubleshooting angesagt. Manchmal verweigern die Updater aus nicht nachvollziehbaren Gründen das Update, obwohl alles eigentlich richtig eingestellt ist. In diesem Fall noch einmal die obige Liste im einzelnen durchgehen, ob wirklich alle Einstellungen stimmen. 

Wenn das nicht weiterhilft, eine Anfrage an den deutschen OCZ-Support richten. An der Produktqualität und den Firmware-Updatern von OCZ gibt es ja nun einiges zu bemängeln, aber der Support ist wirklich spitze und macht einen guten Job. Wenn man sein Problem ordentlich dokumentiert, wird einem dort auch geholfen.  

Weiterführende Links:

Stand des Artikels: 20.Dezember 2011
Über Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge freue ich mich.

 
Loading
Deutsch
Englisch