Der Scanner ist kalibriert, warum habe ich trotzdem Farbstiche?

Eine IT8-Kalibrierung soll einen Scanner dazu bringen, seine Vorlagen farbecht einzulesen. Soweit die Theorie, in der Praxis klappt das allerdings nicht immer. Auch wenn man beim Kalibrieren alles richtig gemacht hat, gibt es dennoch Fällen wo die Kalibrierung nicht den gewünschten Effekt hat.

Möglichkeit 1: Farbnegativfilm

IT8-Kalibrierung ist eine Kalibrierungsmethode für Farbdiafilme, nicht für Farbnegativfilme. Deswegen hilft sie auch nicht gegen Farbstiche bei Negativscans. Die Kalibration bringt also nur etwas bei Farbdiafilmen.

Möglichkeit 2: Schlechter Scanner

Wenn Sie einen Scanner mit minderwertigen Sensoren haben, können Sie den zwar kalibrieren, aber eine neutrale Farbwiedergabe erreichen Sie damit nicht. Es lohnt sich also bei einem billigen Scanner nicht in eine entsprechende Software wie VueScan oder SilverFast zu investieren. Besser direkt ein anständiges Gerät kaufen.

Möglichkeit 3: Farbstichtige Vorlagen

Wenn die Vorlage farbstichig ist, scannt man diesen Farbstich zwar farbecht ein, die gewünschte neutrale Farbwiedergabe erreicht man damit aber nicht. Selbst moderne Scanner haben nicht soviel Intelligenz den Farbstich zu erkennen und zu elimieren. Dafür braucht man entweder eine Korrekturmethode wie Digital ROC, oder ein Bildbearbeitungsproramm und viel Erfahrung.

 
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