Warum sind meine Scans unscharf?

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum ein Scan unscharf ist. Hier die wichtigsten im Überblick.

Schlechter Scanner, starke Vergrößerung

Je stärker ein Bild vergrößert wird, desto eher werden Unschärfen und Abbildungsfehler des Scanners sichtbar. Hier empfiehlt sich hochwertige Scanhardware, denn mit einem schlechten Scanner sind keine guten, scharfen Scans möglich.

Staub auf Linse und Umlenkspiegel

Der Staub ist der natürliche Feind des guten Scans und zwar nicht nur der Staub auf dem Dia selbst. Umlenkspiegel und Optik eines Scanners müssen frei von Staub sein, sonst kommt es zu wolkigen Unschäfen im Scan. Wenn der Scanner im Inneren verstaubt ist muss er zum Service und professionell gereinigt werden. Bei Nikon Scannern soll der Spass um die 200 Euro kosten, das ist nicht gerade billig. Besser ist es den Scanner generell vor Staub zu schützen, um solche Verschmutzungen schon im Vorfeld zu verhindern. 

Falsch fokussiert

Die besseren Filmscanner verfügen über einen Autofokus, hier kann es natürlich auch zu Fehlfokussierungen kommen. Bei der Fehlersuche einfach mal manuell fokussieren - das geht beispielsweise bei Nikon Scan und VueScan - dann sieht man, ob das der Fehler ist. Of reicht es schon das Autofokusfeld neu zu positionieren. Flachbettscanner sind ab Werk meist fest fokussiert, da kann man in der Software nichts einstellen. Es gibt aber höhenverstellbare Filmhalter, mit denen man die Vorlagen besser in der Schärfeebene positionieren kann.

Gewölbte Vorlage

Film ist immer ein bisschen gewölbt und das ist für die Schärfe des Scans eher schlecht. Vor allem hochwertige Filmscanner haben sehr geringe Schärfentiefe, teils unter einem Millimeter, dann ist es unmöglich eine gewöbte Vorlage auf ganzer Fläche scharf abzubilden. Bei Dias kann man durch Spannrahmen die Planlage verbessern. Es gibt auch Filmhalter vo der Film zwischen zwei Glasplatte plan gepresst wird. Für die Schärfe sind diese zusätzlichen Glasflächen aber natürlich auch nicht ideal. Im allgemeinen ist gewölbter Film immer ein bisschen schwierig zu scannen.

Unbearbeiter Rohscan

Der unbearbeitete Rohscan sieht immer ein bisschen matschig und flau aus, auch dann wenn Sie alles richtig gemacht haben und einen hochwertigen Scanner verwenden. Um die Kontraste etwas anzuheben empfiehlt es sich zwar vor dem Scan eine Tonwertspreizung durchzuführen, aber so richtig viel bringt das nicht. Erst in der Bildnachbearbeitung wird beispielsweise durch Gradationskurven und Unscharf Maskierung aus einem Scan ein brauchbares Bild. Wer von der Qualität moderner Spiegelreflexkameras verwöhnt ist, sollte beim Scannen generell seine Ansprüche etwas herunterschrauben, denn die hierbei vorgenommene Analog-zu-Digital-Umwandlung ist immer qualitätsmindernd, das lässt sich nicht vermeiden. Aus diesem Grund werden gescannte Bilder bei vielen Bildagenturen inzwischen direkt aussortiert. Ausnahmen werden allenfalls für historische Bilder gemacht.

 
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