16. Juni 2013

Spiegel Online: Pornopanne im Gesundheitsressort?

Eigenen Angaben zufolge ist Spiegel Online die führende Nachrichtenseite im deutschsprachigen Internet. Umso peinlicher daher der aktuelle Nackedei-Fauxpas, mit dem die Hamburger sich ein prominent platziertes Eigentor geschossen haben.


Logo: Spiegel.de

Der Online-Ableger des altehrwürdigen Nachrichtenmagazins Der Spiegel richtet sich laut hauseigener Werbeschrift an eine attraktive und qualifizierte Zielgruppe mit hohem Bildungsniveau. Soweit der eigene Anspruch der Webseite. Umso vergnüglicher ist daher der heutige Nackedei-Fauxpas, welcher auch noch gut sichtbar auf der Einstiegsseite platziert war. Es betraf den Artikel Ein rätselhafter Patient - Verwirrt schwach, wortlos im Gesundheitsressort.

Das Teaserbild auf der Einstiegsseite des Spiegel zeigte dann auch eine Nahaufnahme einer offensichtlich wortlosen jungen Frau. Ob diese an den im Artikel beschriebenen Kopfschmerzen litt, lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen. Sicher ist nur: Sie arbeitet offensichtlich nicht als Ärztin, sondern eher im Adult-Entertainment.

Das Bild war in der Nacht vom 15ten zum 16ten Juni 2013 für einige Minuten online. Die Zeit reichte aber für ein paar Screenshots.

Spiegel-Pornopanne 1
Spiegel-Pornopanne 2
Spiegel-Pornopanne 3

Links inzwischen - siehe Update3 unten - entfernt!

Der rote Balken wurde von mir nachträglich eingefügt. Angezeigt wurde die Webseite mit dem Browser Google Chrome. Der Cache wurde geleert und die Webseite mehrmals aktualisiert, auch das Bild wurde separat mehrmals geladen. Eine Browserfehlfunktion ist somit nicht 100% ausgeschlossen, aber sehr unwahrscheinlich. Die Zeit reichte nicht, um das Phänomen mit anderen Browsern oder auf anderen Computern zu reproduzieren.

Update1: Spiegel-Online hat schnell reagiert und den Artikel schon nach wenigen Minuten wieder mit dem dafür vorgesehen Gehirnscan angeteasert. 

Update2: Eine Anfrage bei Spiegel Online wurde gestellt.

Update3: Die Antwort von Spiegel Online ist inzwischen da.

"Wir haben den Vorgang nun von unserer EDV überprüfen lassen. Der Fehler ist nicht reproduzierbar, wir gehen daher davon aus, dass Ihr Rechner aus unbekannten Gründen falsche Inhalte über unseren Content legt. Aus den Kommentaren unter dem betroffenen Artikel ist auch nicht ersichtlich, dass dieser Fehler bei einem weiteren Leser aufgetreten wäre.Wir haben den Vorgang nun von unserer EDV überprüfen lassen. Wir wären Ihnen daher sehr verbunden, wenn Sie die Links von Ihrer Seite entfernen könnten."

Da beide Seiten das Problem nicht mehr reproduzieren können, wurden die Links zu den Screenshots mit denen das Bild und die Bildquelle auf den Spiegel-Servern dokumentiert wurden entfernt. Letzten Endes lässt es sich im Nachhinein nicht eindeutig klären, wie das Bild auf die Seite kam. Aus dem Browsercache kam es jedenfalls nicht, der war nämlich leer.


(Sascha Steinhoff)

 
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