03. Dezember 2012

InoTec: Digitalisierung von Patientenakten im großen Stil

Das Digitalisieren von Patientenakten ist ein Riesengeschäft und technisch zugleich sehr anspruchsvoll. Zwei Krankenhäuser aus dem Großraum London setzen zur Arhcivierung von 156 Millionen Blatt Vorlagen auf die Scanner des deutschen Herstellers InoTec.


InoTec - Dokumentenscanner aus Deutschland (Bild: InoTec)

Patientenakten sind notorisch schwierig zu digitalisieren. Sie liegen in unterschiedlichen Formaten und Papierdicken vor. Die Bandbreite reicht bei den Formaten von kleinen Notizzettel bis hin zum zwei Meter langen EKG-Ausdruck. Bei der Papierdicke ist die Situation ähnlich. Umschlagsmappen bestehen beispielsweise aus dickem Karton. Sie müssen aber ebenso zuverlässig eingelesen werden wie Ausdrucke auf dünnem Papier. Oft sind die Akten durch lange Lagerung auch in einem generell schlechten Zustand. Nach einen anspruchsvollen Auswahlverfahren bei dem zwei Millionen Dokumente erfaßt werden mußten, konnte der deutsche Hersteller InoTec eine Ausschreibung über 18 Scanner in London für sich entscheiden. 

Eigenen Angaben zufolge war hierfür die mit 31,75 Zentimetern recht großzügig bemessene Einzugsbreite sowie die glaslose Papierführung hierfür ausschlaggebend. Im Gegensatz zu der branchenüblichen Papierführung auf einer Glasbühne sollen die Inotec-Scanner sowohl Schmutz auf der Vorlage als auch vergessene Büroklammern ohne Komplikationen bewältigen. Den Scanauftrag selbst übernimmt in London der englische Scandienst MISL. Welche Scannermodelle in London zum Einsatz kommen hat InoTec nicht näher spezifiziert. Es handelt sich hier vermutlich um Modelle der SCAMAX-Bauhreihe.


(Sascha Steinhoff)

 
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