Download originaler Installations-DVDs für Windows/Mac/Linux

Die originale Installations-DVD oder andere Installationsmedien für eine legal erworbene Betriebssystemlizenz braucht man immer dann, wenn man sein System neu aufsetzen will. Zu früheren Zeiten waren Installations-DVDs Standard, heute sind sie nur noch selten anzutreffen. Apple hat sich seit OS X 10.7 komplett von der DVD verabschiedet. Mit Windows 8 geht Microsoft in die gleiche Rcihtung, wenn auch weniger konsequent als Apple. Wenn kein Installationsmedium mehr greifbar ist, kann es im Einzelfall recht kompliziert werden. Es gibt eine Reihe von Fällen wo man als Kunde trotz legal erworbener gültiger Lizenz ohne Installationsmedium dasteht. Was aus der Sicht eines Kunden sehr bedauerlich, aus Sicht der Softwarehersteller hingegen durchaus erfreulich ist. Besitzer von Windows OEM-Lizenzen haben so beispielsweise eine starke Motivation ihr Windows Betriebssystem ein zweites Mal zu kaufen. Aus technischer Sicht ist das nicht erforderlich, denn es gibt im Internet durchaus auch legale und von Microsoft autorisierte Donwloadquellen für Installationsmedien. Aber welcher Durchschnittskunde weiß das schon? Immerhin sind diese Links ja eher versteckt platziert. In dieser Rubrik habe ich für Sie alle bekannten legalen Downloadmöglichkeiten für die jeweiligen Betriebssysteme mit entsprechenden Links und SHA1-Checksummen.

Direkte Downloads bei Microsoft, Apple und Ubuntu

Manchmal stellen Softwarehersteller die Installationsmedien auf eigenen Servern zum Download bereit, manchmal nicht. Bei Microsoft war das bis Windows 7 sehr kundenfreundlich geregelt, kostenlose Downloads waren beispielsweise von Vista und Windows 7 ohne weiteres möglich. Apple war und ist in dieser Sache weit weniger entgegenkommend. Downloads von Betriebssystemen kosten immer Geld. Immerhin kann man einmal im App Store erworbene oder mit der Hardware mitgelieferte Betriebssysteme seit OS X 10.7 ohne Zusatzkosten sooft herunterladen wie man möchte. Wer aber nach dem jeweiligen Stichtag eine ältere Version von Mac OS X braucht, hat mit oder ohne Geld schlicht Pech gehabt. Im Mac Apps Store gibt es immer nur die aktuellen Version von Mac OS X zu kaufen. Auf der Apple-Webseite kann man alten Versionen von Mac OS X nicht mehr erwerben, da nutzt auch die Kreditkarte nichts. Das klappt selbst beim recht aktuellen OS X 10.7 nicht mehr, denn aktuell ist ja 10.8 angesagt. 

Selbst wenn man noch im Besitz der originale Installationsmedien ist, so sind diese doch nach einigen Jahren veraltet. Wer heute beispielsweise ein älteres Vista ohne Servicepack vom Original-Datenträger installiert, braucht trotz schneller DSL-Verbindung mehrere Stunden bis das Betriebssystem endlich auf den aktuellen Stand gepatch ist. Wer stattdessen eine neuere Vistaversion mit integriertem Servicepack2 installiert, spart sich viel Arbeit. Der Lizenzkey funktioniert ja mit beiden Varianten. Es gibt also viele Gründe, warum man sich nachträglich noch die Installationsmedien für ein Betriebssystem herunterladen möchte oder muss. 

Auf dieser Webseite dokumentiere ich welche Installationsmedien es für Windows und Mac Betriebssysteme gibt und wie man - unabhängig von der Softwarequelle - überprüfen kann, ob es sich bei dem Medium um ein originales Installationsmedium handelt. Mit MD5 und SHA-1 Checksummen kann man mit wenig Aufwand überprüfen, ob eine Datei verändert wurde. Sie sind auch sehr nützlich. um Dateien deren Quelle man nicht kennt, eindeutig zu verifizieren. Diese Checksummen sind auch dann sehr nützlich, wenn man Dateien direkt von den Microsoft- und Apple-Servern herunterlädt. Betriebssysteme sind heute regelmäßig mehrere Gigabyte gross. Fehlerhafte Downloads könne auch bei einer schnelle DSL-Verbindung auftreten. Mit einer Checksumme verifiziert man schnell und unkompliziert, ob die Datei unverändert und unbeschädigt heruntergeladen wurde. Wenn es originale Downloadmöglichkeiten auf der Webseite des Softwareherstellers oder seiner Partner gibt, dann sind diese direkt verlinkt. Für Windows 7 stellt Microsoft beispielsweise über seinen Partner Digital River Original-DVDs zum freien Download bereit. In einigen Fällen, wie beispielsweise bei den oben erwähnten älteren Mac OS X Versionen kann es jedenfalls schwierig sein, eine bestimmte Betriebssystemversion noch. über die offiziellen Kanäle zu beziehen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Hersteller den Kunden gerne etwas bevormunden. So darf man beispielsweise beim Erwerb einer Windows 8 Updatelizenz nicht einmal selbst bestimmen ob das Upgrade 32-Bit oder 64-Bit haben soll. Dem technisch affinen Anwender stehen mit etwas manueller Nacharbeit jedoch alle Möglichkeiten offen seine Lizenz so einzusetzen wie er möchte. Aus technischer Sicht sind alternative Downloadquellen wie beispielsweise Torrentbörsen dann eine naheliegende Wahl. Aus rechtlicher Sicht ist bei diesen Tauschbörsen die Abgrenzung zwischen unautorisierten und illegalen Downloads oft recht schwierig.   

Die rechtliche Lage bei alternativen Downloadquellen (Torrentbörsen etc.)

An alternativen Downloadquellen, also an nicht vom Softwarehersteller autorisierte Downloadmöglichkeiten herrscht im Internet generell kein Mangel, über eine einfache Google-Suche wird man bei praktisch jeder Software fündig. Nicht alles was man herunterladen und installieren kann, darf man allerdings legal nutzen. Ist es legal sich eine Vista-DVD herunterzuladen, die früher von Microsoft kostenlos verteilt wurde? 
Die DVD ohne Lizenzkey ist im übrigen ohnehin wertlos. Wer einen Vista-Key hat und nur eine DVD braucht, wird heute als Endverbraucher jedenfalls keine fertigen ISO-Dateien mehr finden. Ob und was in welchem Umfang legal oder illegal ist, unterscheidet sich ohnehin von Land zu Land. Manchmal setzen die Juristen der Softwarekonzerne vor Gericht auch etwas seltsame Dinge durch. Ein Beispiel: Sie kaufen sich eine Windows 7 Lizenz mit DVD. Aufgrund mangelhafter Fertigungsqualität ist die DVD nach einigen Jahren nicht mehr lesbar. Laut Microsoft dürfen Sie dann nicht zum Nachbarn gehen und sich von ihm eine versionsgleiche Windows 7 DVD leihen. Die Lizenz haben Sie ja, aber laut Microsoft ist das ein Verstoß gegen die Lizenzbedingungen. Denn Lizenzkey und Installationsmedium stammen ja aus unterschiedlichen Quellen. Sie sollen stattdessen Windows 7 erneut erwerben. Was insofern etwas ulkig ist, als Sie ja erstens im Besitz eines gültigen Lizenzschlüssels sind und zweites stellt Microsoft die ISO-Datei für die Installations-DVD im Internet für jedermann zum freien Download bereit! Ohne Original-DVD darf ihre Lizenz nach aktueller Microsoft Lesart aber auch nicht mehr weiterverkauft werden. Technisch gesehen ist eine Installations-DVD von Microsoft ohne Lizenzkey wertlos. Bei Apple ist die Lage noch verzwickter. Dank der rigorosen Updatepolitik von Apple ist es kaum mehr möglich ein Betriebssystem für einen älteren Mac legal zu erwerben. Das gilt insbesondere für Youngtimer wie OS X 10.7, denn Lion wurde ja gar nicht auf DVD verteilt. 

Bei freier Software wie Ubuntu Linux ist das Weiterverteilen vom Hersteller in der Regel  nicht nur ausdrücklich erlaubt, sondern auch gewünscht. Ob ein Download legal ist, ist im Zweifel nicht immer eindeutig abzuklären. Egal aus welcher Quelle ein Download stammt, man sollte in jedem Fall prüfen, ob man die Original-Installationsdateien erhalten hat. Und das geht einfach und unkompliziert über die Checksummen.

 

 
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